Meditation stärkt das Immunsystem – auch bei grippalen Infekten

Im Moment genießen viele von uns das sommerliche Wetter. So denkt niemand mehr an grippale Infekte. Doch sobald die Temperaturen von einem Tag auf den anderen wieder sinken (was hier in Deutschland ja ab und an mal vorkommt) steigt auch die Gefahr eines Infekts wieder.

Hierzu spannende zu lesen ist die Pressemitteilung des MBSR-MBCT Verband e.V., dass sich Meditation auch positiv auf das Immunsystem auswirkt.

Mit Achtsamkeitstraining können Sie lernen, was der Körper jetzt
braucht/Achtsamkeitsverband MBSR-MBCT: Manchmal hilft schon bewusstes
Atmen

Berlin, den 01.03.2018 – In diesem Winter scheint es schlimmer zu sein als in den Vorjahren: Die
Wartezimmer sind derzeit voll mit schniefenden, hustenden Menschen, die einen grippalen Infekt
haben – so viele wie seit vielen Jahren nicht mehr haben sogar eine echte Grippe. Zur Vorbeugung
einer Infektion kann Meditation helfen. „Achtsamkeit stärkt die Selbstheilungskräfte“, sagt Dr.
med. Martina Aßmann, Vorstandsmitglied des Achtsamkeitsverbands MBSR-MBCT.
Sind sie erstmal erkrankt, fällt es vielen Menschen schwer, dies anzuerkennen. Sie arbeiten
zunächst einfach weiter, gehen ins Büro und stecken ihr Umfeld an. Wenn ein hartnäckiger
Schnupfen oder Husten sie dann doch zwingt, das Bett zu hüten, fühlen sich viele besonders
gestresst. Sich mit dem eigenen Körper zu beschäftigen, kann aber auch eine Chance sein. Mit
Achtsamkeitspraxis gelingt es, einen neuen Weg zu finden: Einerseits können so dramatisierende
Gedanken wie „Jetzt bin ich krank und kann nicht arbeiten“ identifiziert und losgelassen werden.
Andererseits kann man durch Meditation besser erspüren, was der Körper jetzt braucht, wie zum
Beispiel, Ruhe, frische Luft, vitaminreiches Essen.
Schon kleine Übungen können dazu beitragen, die Selbstheilungskräfte zu stärken, auch wenn
man erkrankt ist:

 Ein kurzer Bodyscan, also das innere Spüren jedes Körperteils, kann ein bessere
Verbindung zwischen Körper und Geist hervorbringen

 Achtsamkeitsübungen bei Alltagstätigkeiten, z.B. beim Händewaschen (was aus
hygienischen Gründen in Erkältungszeiten besonders wichtig ist): Die Hände ganz bewusst
waschen, die Temperatur des Wassers auf der Haut bewusst spüren, die Hände gründlich
und langsam einseifen, abspülen und abtrocknen

 Wenn die Kraft nicht für eine drei- oder gar dreißigminütige Meditationsübung reicht, sind
manchmal auch schon drei ganz bewusste Atemzüge hilfreich

„Freundlich zu sich selbst sein“ ist keine esoterische Floskel, fällt aber vielen schwer. Genauso wie
„wohlwollende Fürsorge“ für sich selbst zu üben, denn eigentlich wollen die meisten eine
Erkältung möglichst verdrängen und gegen sie ankämpfen. „Es geht darum, Geduld zu üben und
zu akzeptieren, dass die Erkältung so lange dauert, wie sie eben dauert“, sagt Aßmann, die Ärztin
und MBSR-Lehrerin ist.

Dass Achtsamkeitspraxis die Selbstheilungskräfte stärkt, hat schon vor 15 Jahren der US Hirnforscher
Richard Davidson herausgefunden. Er impfte den Absolventen eines achtwöchigen
Achtsamkeitstrainings einen Grippeimpfstoff und verglich deren Antikörperspiegel nach 4
Monaten mit denen von Grippegeimpften, die nicht meditiert hatten. Die Antikörper-Titer waren
signifikant höher als in der nicht meditierenden Kontrollgruppe. Diese Reaktion spricht für ein
stärkeres Immunsystem als bei den Menschen, die nicht meditiert hatten.

Link zur Studie

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